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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

WELLE: ERDBALL: Von Monstren und neuen Moderatoren

Turbulente Zeiten liegen hinter Welle: Erdball, aber dass aus Chaos tolle, neue Sachen entstehen können, weiß man beim Funkhaus seit langem. Ein Ergebnis der vergangenen Monate und Jahre ist eine fast vollständig neue Besetzung - diese stellt uns Sänger und Moderator Honey im Folgenden ausführlich vor und gibt zudem erste Ausblicke auf die Sendungen, welche nun auf die geneigte Hörerschaft warten!

Otti:
Hallo Honey, erstmal vielen Dank, dass Du Dich einmal mehr meinen Fragen stellst. Unser letztes Interview ist schon eine Weile her, zuletzt war es auch ein klein wenig ruhiger als üblich bei Welle: Erdball. Woran lag das?

Honey:
Welle: Erdball hatte in den letzten Jahren massive Personalprobleme, die auf lange Sicht den Sender so gut wie lahm gelegt hatten. Wenn man mehr Zeit damit verbringt mit dem, wer nun genau wann und ob überhaupt, eventuell zu einem Konzert Zeit hat oder nicht, als mit der Planung des Konzertes an sich bzw. mit der Arbeit im Funkhaus, dann ist es Zeit die Reißleine zu ziehen.

Otti:
Bezüglich der Besetzung von Welle: Erdball hat sich somit zuletzt einiges getan. Wer genau ist denn außer Dir Teil der künftigen Sendungen?

Honey:
Der aktiver Moderatoresstab besteht aktuell aus M.A.Peel und MissMoonlight (als weibliche Stimmen), c0zmo (Keyboard, Musik), dem Commodore C=64 und natürlich mir (Honey). Weiter müssen aus Zeitgründen A.L.F., Frl.Venus und Plastique bis auf weiteres als eine Art Ehrenmitglieder fungieren, sind aber vielleicht hier und da auf der Bühne als kleines Überraschungs-Bonbon zu sehen.

Welle: Erdball
pic by Florian Walsh

Otti:
Wie hat sich diese neue Formation ergeben, also wie hat welches Mitglied zu Welle: Erdball gefunden?

Honey:
Die Geschichte mit MissMoonlight glaubt uns eh niemand. Es ist aber wirklich so, dass ich im Rahmen einer Videodokumentation für das Amphi Festival 2018 eine Art Präsentations-Paar gesucht und auch das perfekte gefunden hatte. Während dieser Aufnahmen und Aufgrund gegenseitiger Symphatie kam die Idee, dass man evt. auch für Welle: Erdball mal gewisse Dinge "testen" könne. Genau das wurde erfolgreich in den letzten Monaten, in Form von Test-Konzerten, Gesangsaufnahmen, Videodrehs, Photo-"shootings"... (und natürlich auch einem I.Q-Test auf dem C=64) getan. Und aus der Elaine der Amphi-Dokumentation wurde MissMoonlight, die neue Moderatorin des Welle: Erdball-Senders.
Ähnlich "zufällig" gestalltete sich auch das Dazustoßen von c0smo, als Keyboarder, den ich allerdings schon länger aus der C=64-Szene kenne, in der er auch recht aktiv und sehr bekannt als Songschreiber und "SID-Chip-Virtouse" ist.
"Last but not least" ergänzt das Ganze nun die M.A.Peel, die ja zB. schon auf der kompletten letzten Tournee für die schwangere Frl.Venus aushalf und nun auch endlich endgültig und vollwertig mit ihrer schönen Stimme für Welle: Erdball singt und mit ihrem Organistionstalent dem Sender zur Seite steht.
Kurzum: Ein neues Team und viele neue Besen, die bei Welle: Erdball mal etwas den Staub wegfegen und neue Inspirationen und Möglichkeiten für Welle: Erdball bereit stellen.
Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis, denn erste Zeichen deuten auf eine perfekte Künstlersymbiose.

Otti:
Dieses Jahr geht es nun offenbar wieder mit voller Kraft voraus. Den Anfang macht Euer Auftritt auf dem E-tropolis in Oberhausen, welches in Kürze stattfindet und bei dem Ihr einer der beiden Headliner seid. Du bist nun schon so lange dabei, verspürst Du vor solch einem Event noch Aufregung?

Honey:
Natürlich! Auch nach 25 Jahren ist die Aufregung bzw. das Lampenfieber da... und es ist auch gut so. Meist hat man aber viel zu viel um die Ohren, um sich damit auseinander zu setzen. Oder gerade, wenn man es in sich hochkommen spürt, steht man auch schon auf der Bühne und genau ab diesem Augenblick löst es sich ja bekanntlicherweise in Luft auf.

Otti:
Welle: Erdball sind seit jeher bekannt für die liebevoll gestaltete Bühnenshow mit zahlreichen, meist auf die Songs abgestimmten Einlagen und Elementen. Was war dabei für Dich bisher der genialste Einfall, den ihr bisher hattet? Und gab es im Gegenzug auch mal einen richtigen Rohrkrepierer, der vom Publikum nicht verstanden wurde oder gar nicht erst umsetzbar war?

Honey:
Rohrkrepierer trifft auf jeden Fall eine Bühnen-Show-Idee unserer ersten Konzerte. Hier hing A.L.F. hinter mir, in Bühnenmitte, an einem Galgen und ich stand vor einer Art Kanzel aus gekreuzten Sensen. Gleich zu Anfang riss der aufgehende Vorhang die komplette Kanzel mit um und nach einigen Minuten des ersten Stückes drehte ich mich um und sah A.L.F.. Durch sein Zuggewicht an dem Seil fing er an, sich immer schneller um seine eigene Achse zu drehen, was dann eher wie ein missglückter Zirkusakt wirkte, über den ich damals nicht, aber zum Glück heute, herrlich lachen kann.
Geniale Einfälle gab und gibt es genügend, viele davon sind ja, wie die fliegenden Welle: Erdball-Ballons oder das Stahlfaß, welches zu Arbeit adelt! gedroschen wird, ja schon Welle: Erdball-Kult und dürfen auf keinem Konzert fehlen.
Meist sind es aber auch die kleinen, etwas skurrilen Ideen, die ich besonders mag. Wenn wir die Bühne in Frankensteins Monsterlabor verwandeln oder wie LadyLila zu dem Lied L’inconnue de la Seine ("Die Unbekannte aus der Seine". Bitte mal im Internetz als Suchbegriff nutzen!) aus einem kleinen Wasserbassin heraus singt und dabei Gipsmasken ihres eigenen Kopfes im Publikum verteilt. Grossartig!!!

Otti:
Im Herbst ist dann die "Mumien, Monstren, Mutationen" Tournee angesetzt. Worauf bezieht sich denn dieser Titel, vielleicht auf ein neues Album?

Honey:
Der Titel ist der aktuelle Arbeitstitel für eine Sendung, die nicht geplant war und mehr oder weniger dazwischengeschoben wird und auch ein wenig als Selbst-Indikator für das neue Potential des Senders ausgestrahlt wird, und so benannten wir die kommende, neue Welle: Erdball-Tournee.
Wie die Sendung dazu aussehen wird und ob der Arbeitstitel bis zum Endprodukt Bestand hat, ist noch "TOP SECRET!". Es fühlt sich auf jeden Fall sehr stark nach einem Welle: Erdball-Album an... und der Hörer weiß, was ich damit meine!

Otti:
Liest man sich die Kommentare zur entsprechenden Tourankündigung auf Eurer Facebookseite durch, gibt es neben viel Vorfreude natürlich auch jene Stimmen, welche beklagen, dass ihr deren Heimatstädte-und Regionen nicht bereist. Einfach mal für all diese "Enttäuschten", kannst Du zusammenfassen, wie sich solche Konzertreisen und deren Stationen ergeben, und warum ihr nicht "überall" spielen könnt?

Honey:
Das ist in erster Linie die Sache unseres Tourmanagements "Eisland-Entertainment" mit dessen CEO wir nun schon durch viele Firmen und über Jahrezehnte hinweg, immer mitgereist sind und dessen Arbeit wir sehr schätzen.
Die Wahl der Städte ist eine Mischung vieler Faktoren, Gebietsschutz, freien Veranstaltungsterminen und vielem mehr. Ausschlaggebend war eine kleine Mini-Deutschland-Tournee und ich finde, dafür sind es nun doch recht viele Termine, die ja auch ganz gut auf Deutschland verteilt sind. Wir versuchen natürlich immer, bei jedem Hörer am besten gleich im Wohnzimmer ein Privat-Konzert zu geben, aber so hoch ist unser Budget leider noch nicht bzw. ist der Hörer noch nicht willig dementsprechend, dann auch höhere Preise für Konzert-Karten auszugeben.

Welle: Erdball
"Auch nach 25 Jahren ist die Aufregung bzw. das Lampenfieber da"

Otti:
In jedem Fall gehe ich davon aus, dass neues Material in Arbeit ist, oder gar bereits fertig. Was sind denn derzeit die Themen und Inhalte, mit denen sich Welle: Erdball musikalisch auseinandersetzt?

Honey:
Oh, das ist eine sehr gute Frage, denn aktuell, befassen wir uns mit solchen Themen, die natürlich noch nicht verraten werden.
Fakt ist: Der Name ist Programm!
"Mumien, Monstren, Mutationen", u.a. auch der Name der legendäre WDR-Fernsehreihe für Horror- und Gruselfilme der 80er Jahre.
Wir sind ja ständig via Zeitmaschine unterwegs, wollen die Sendungen aber im Rahmen des Konzeptes etwas... naja, sagen wir "gruseliger" gestalten und vor allen Dingen analoger und noch stärker zu unseren Wurzeln hinwachsend. Aufnahmen mit Tonbandgeräten, strikte Nutzung analoger Synthesizer, die allesamt VOR 1986 gebaut wurden, noch mehr C=64, noch mehr New Romantic, NDW und New Wave, statt Gemeinsam-einsam-Ballermann-Party-Facebook-Wir-gefallen-uns-alle... und noch mehr Mumien, Monstren, Mutationen!

Otti:
Was sind für Dich ganz allgemein die schlimmsten Mumien, Monstren und Mutationen der Menschheit im Jahre 2019?

Honey:
Wir alle!

Otti:
Und ganz abseits der Musik, was war dein schönstes oder lustigstes Erlebnis der letzten Zeit?

Honey:
Es ist immer schön, wenn etwas Neues entsteht...

In diesem Sinne bedanke ich mich für ein schönes Interview und sende beste Grüße aus dem Funkhaus.
Honey / welle: erdball

Art des Interviews: Email
07.03.2019 by Otti

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