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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Eskimo Callboy: Für die guten Zeiten im Leben

Das folgende kleine Interview ist einmal mehr dadurch entstanden, dass ich Material für einen Artikel im SLAM Magazin brauchte. Kevin von Eskimo Callboy gab sich dabei sehr gesprächig und gab ausführlich Auskunft auf jede meiner Fragen, weswegen es mir eine große Freude ist, euch die Antworten hier präsentieren zu können.
Mehr über Eskimo Callboy erfahrt ihr auch in meiner Review zu deren Debüt Bury Me In Vegas, eine sehr empfehlenswerte Scheibe.

Otti:
Zunächst mal ganz generell die Frage: Ihr seid ja noch relativ frisch im Geschäft, daher dürfte es einige Leute geben, die noch nix von Eskimo Callboy gehört haben... Wie würdet ihr jemandem unbedarften eure Band und Musik in wenigen Zeilen beschreiben?

Kevin:
Wir machen Musik, die einen Querschnitt durch verschiedene Genres bietet. Unser Ziel ist es, harte Gitarrenmusik mit tanzbaren Elektrosounds und eingängigen Refrain-Melodien zu verbinden. Wir suchen uns aus der heutigen Musiklandschaft all das heraus, was uns am besten gefällt und mischen unter Beigabe unseres eigenen Stils etwas Neues an. Wichtig ist es uns dabei, stets ein positives Gefühl zu haben und auch zu vermitteln. Es kommt uns dabei weniger darauf an durch tiefgründige und ernste Texte eine Message herüber zu bringen, als vielmehr darum, durch unser Auftreten eine Art Lebensgefühl zu vermitteln. Eskimo Callboy stehen für die guten Zeiten im Leben.

Otti:
Was waren denn die grundlegenden Faktoren, die zur Formierung von Eskimo Callboy geführt haben?

Kevin:
Freundschaft und der gemeinsame Spaß am Musik machen. Nach einem Vorprojekt stand für uns alle bei der Gründung von Eskimo Callboy fest, dass wir von nun an nur noch Musik machen wollen, die uns allen gefällt, ohne dabei Kompromisse mit fiktiven Genre-Grenzen einzugehen. Der Spaß an der Sache steht im Vordergrund, die Musik und EC sind Mittel zum Zweck, wenn man so will.

Otti:
Bis dato habt ihr eine EP namens Eskimo Callboy 2010 verfasst, Bury Me In Vegas ist euer erstes Album. Wie schwer war die Geburt dieses Babys, und welche besonderen Erinnerungen verbindet ihr mit der voran gegangenen Schwangerschaft?

Kevin:
Danke erst einmal für all die Bilder die mir bei dieser Metapher gerade durch den Kopf geschossen sind. :)
Natürlich war es etwas neues für uns, unser neues Album aufzunehmen. Als wir unsere EP schrieben, war es eine Art Findungsprozess für uns. Bis zu ihrem Release gab es Eskimo Callboy ja eigentlich gar nicht. Und obwohl wir extrem kritisch mit unserer Arbeit waren (Stoff für ein Album, wurde aus Identitätsgründen auf die Länge einer EP gekürzt) legten wir eine unglaubliche Unbeschwertheit an den Tag. Wir probierten alles und nichts schien uns unmöglich.
Das gefiel anscheinend, weshalb wir beim Schreiben des Albums eine Art Erwartungsdruck spürten, der, wie wir uns alle nun sicher sind, nur von uns ausging. Also sprudelten die Songs nach kurzen Ladehemmungen nur aus uns raus. Die meiste Zeit kostete uns am Ende unsere Detailverliebtheit. Aber wir sind letztlich alle sehr zufrieden und vor allem gespannt auf die Meinungen unserer Leute.

Otti:
Laut Presse-Info gehts in euren Songs vor allem um "Partys, Sex, Suff-Erlebnisse und zwischenmenschliche Beziehungen" - Seht ihr Eskimo Callboy also ausschließlich als Spaß-Projekt? Oder wo legt ihr die Messlatte für euren "Anspruch" an?

Kevin:
Spaß ist unser Hauptantrieb und führt zum Output unserer Erlebnisse in unsere Musik, wenn auch in stark überzogener Form. Wir wollten ein energiegeladenes Album schreiben, mit Blick auf die guten Zeiten im Leben. Wir geben damit keine Aussage über unsere mögliche Entwicklung. Fakt ist, nur wenn man selbst an etwas glaubt und Euphorie für etwas hegt, hat man auch das Vermögen andere von dieser Sache zu begeistern.
Und es ist auch klar, Live-Musik ist heutzutage nicht mehr, wenn man seine Songs auf einer Bühne herunter spielt. Wir sehen uns als Gesamtwerk. Unser Anspruch ist es, die Leute nach unserer Show mit einem Lachen nach Hause gehen zusehen. Am liebsten natürlich weil sie super finden, was sie gesehen haben. Und wenn nicht, dann wenigstens, weil sie es trotzdem lustig fanden. Wir wollen ne gute Zeit und teilen diese gerne mit anderen. Genau darin sehen wir unseren Anspruch. Unsere Musik ist natürlich Hauptfaktor, aber irgendwie auch nur ein Übertragungsmedium.

Otti:
Welche Bedeutung hat Musik generell in euren Augen?

Kevin:
Musik ist für uns allgegenwärtig. Wir alle hören in jeder Lebenslage Musik. Musik kann Emotionen unterstützen oder ändern. Geht’s dir gut, hörst du deine Lieblingssongs, und dir geht’s noch besser. Geht’s dir scheiße, hörst du deine Lieblingssongs und dir geht’s vieleicht wieder gut. Man muss für Musik einfach empfänglich sein, um von ihr bereichert zu werden. Musik selber zu machen und diese vor Publikum aufzuführen ist darüber hinaus das Geilste was ein Musikliebhaber erleben kann.

Otti:
Und welchen Reiz hat Vegas, dass ihr dort unbedingt begraben werden wollt?

Kevin:
Las Vegas ist die Stadt in der Welt, die wohl am meisten das symbolisiert, was wir in unserem Album zum Thema machen. Das prunkvolle Nachtleben mit grellem Licht, Party, Sex, Alkohol und hübschen Frauen. Und wenn man irgendwann mal den Löffel abgibt, dann möchte man am liebsten auch dort begraben sein.
Warum? Keine Ahnung... Weil über einem dann das Partyleben weiter geht vieleicht? Wanne-Eickel oder Castrop-Rauxel sind bestimmt auch ‘ne gute Alternative, aber Las Vegas macht einfach mehr her. :)
Besten Dank, alles Gute!

www.eskimocallboy.de

Art des Interviews: Email
14.03.2012 by Otti

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