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Ptyl: "V" / Loki

Musik auf alten, 8 bis 16 Bit verarbeitenden "Rechnern" zu produzieren kann cool sein... oder verstörend... oder beides. Und genauso kann letzteres Attribut für einen Künstler sowohl eine große Beleidigung als auch ein tiefes Kompliment darstellen - Im Falle des israelischen Musikers Ptyl ist dies eindeutig eine Frage der Perspektive. Mit minimalistischer Ausrüstung, einem weit gefächerten Feld von Einflüssen und einem kulturellen Hintergrund, der westlichen Fans unter Umständen nur schwer verständlich ist, bildet Ptyl definitiv eine Ausnahmeerscheinung in der aktuellen Musiklandschaft - Fernab vom Mainstream, und selbst dem Klischee-Underground eher fremd.

Dass besagter Musiker nun statt eines stinknormalen Albums eine Doppel-CD (Alben Loki und "V") inklusive Begleitbuch Delta Theory herausgebracht hat, ist da schon kaum verwunderlich. Doch Ptyl geht noch weiter, und verschafft dem ganzen einen einzigartigen Charakter indem die Songs auch als "B.A.D.A.S.S." zur Verfügung stehen... Was das nun wieder ist, solltet ihr euch vom Künstler auf seiner Website selbst erklären lassen.

Aber zurück zum vorliegenden Doppelalbum ("V" bzw Loki, ihr erinnert euch). Mit diesen beiden Alben will Ptyl seinem Inneren, seinen Gefühlen Freiraum geben, wobei sich Loki um den Hass und direkte Emotionen dreht, "V" einer fiktiven Geliebten gewidmet ist. Und so gegensätzlich sich das äußerlich gibt, so ineinander verwoben sind die beiden "Geschichten", gehören zusammen wie Tag und Nacht. Dabei klingt Ptyl mal nach krachendem Noise (The Vision), dann wieder sanft und dunkel wie bei Alma... Gelegentlich fühlt man sich auch entfernt an Künstler wie Manson oder NiN erinnert.

Das schwierige an dieser Veröffentlichung ist allerdings, dass Ptyl sich gerne jedem Zugriff zu entziehen scheint. Hat man sich einem der Stücke geöffnet, bricht es abrupt ab und man wird in eine ganz andere Richtung gestoßen, muss sich vollkommen neuen Eindrücken unterwerfen. Das wirkt, wie eingangs erwähnt, verstörend - und das leider auch nicht immer im positiven Sinne. Dieses Doppelalbum ist definitiv nicht für ein breites Publikum gemacht, sondern braucht Fans, die sich ganz und gar auf die andersartige Musik des Ptyl einlassen - Inklusive Buch, Blog und anderen multimedialen Ergänzungen. Wer Zeit und Geduld mitbringt, kann sich hier jedoch auf außergewöhnliche Erfahrungen freuen!

Trackliste
"V" Loki
01. Intro
02. 1MC
03. 3 Ticks
04. Notherfucker#0
05. Minion
06. The Vision
07. Global Killer
08. Alma
09. Hell
10. Rise
11. Faith
12. The Taking
13. Cunts
14. Womb
15. Reverb
16. Tempt
17. Longing
18. They
19. The Wait
01. War!
02. Drag Dorks In Vampire Suits
03. Loathing
04. Masochism
05. Another Dragon
06. Hellstream
07. Sadistic Charm
08. Art Is From Venus Life Is From Mars
09. The Method
10. The Divine Conspiracy
11. Distress
12. Hand Of Our Kin
13. 0.0000001
14. General Victim
15. " "
16. Land Of Disgust
17. West End
18. Last Light
19. The Gift

Veröffentlichung: 05.02.2010

Ptyl - Homepage
Cover

24.02.2010 by Otti

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