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Burgfolk 2011: Der Sonne gefolkt

Sommer 2011 - Ganz Deutschland liegt unter einer Wolkendecke... Ganz Deutschland? Nein, ein kleines Schlösslein im schönen Mülheim an der Ruhr leistet erbitterten Widerstand gegen die Regenmassen...
Zugegeben, diese sehr freie Adaption einer berühmten Comic-Einleitung trifft den Nagel nicht vollkommen auf den Kopf, deutet aber zumindest eines der markantesten Merkmale des 10. Burgfolk 2011 an: Wir hatten gutes Wetter! Während nahezu sämtliche anderen Sommerfestivals dieses Jahr unter mehr oder minder starkem Niederschlag und teils gar unter Unwettern zu leiden hatten, schien am 19. und 20. August in Mülheim die lachende Sonne und ließ die in Scharen versammelten Folk-Fans ein angenehm warmes Event feiern.

Sonne alleine macht aber den gemeinen Festivalgänger noch nicht glücklich, soviel steht fest. Spannende Acts mit guter Musik, tolle Stimmung und nette Menschen sind hier ebenfalls entscheidende Faktoren, und von all dem gab es beim diesjährigen Burgfolk reichlich. Genau davon mag ich an dieser Stelle ein wenig erzählen.

Traditionell werden die Mülheimer Schloss-Festivals mittlerweile immer am Freiteg mit vier Bands eröffnet, weswegen ich natürlich an diesem Tag auch anreiste. Mit Daniel, der für die Fotos zuständig war, hatte ich mich zum Einlass vor Schloss Broich verabredet. Aufgrund seiner Job-Verpflichtungen verspätete er sich ein wenig, dafür lief mir schon zeitig unsere liebe Nadine über den Weg, wodurch die Nightshade-Delegation so langsam anwuchs. Daniel kam, wir enterten das Schloss, bald darauf sollte das erste Konzert auch schon beginnen... Und so langsam machte ich mir Sorgen, denn eine ganz wichtige Person war weit und breit nie zu sein: Ralle!
Man muss dazu sagen, dass unser lieber Ralle stolz darauf ist, noch kein einziges Castle Rock oder Burgfolk Festival verpasst zu haben, weswegen sein Ausbleiben mich ernsthaft erschreckt hat. Die Sorge legte sich allerdings im späteren Verlauf des Feuerseele-Gigs, als der werte Herr dann doch mal erschien, mit der Ausrede, er hätte ja noch Hunger gehabt und die Schlange sei sooooo lang gewesen. Na danke auch, dafür sind mir dann wieder ein paar graue Haare gewachsen. ;)


Heidevolk

Alle versammelt durften wir somit Feuerseele bewundern, eine Band die ich bis dato gar nicht kannte, die aber bereits ordentlich für Stimmung gesorgt hat. Ich hoffe ich habe mir die Songtitel richtig notiert... Wenn ja, wurden unter anderem Titel wie Frühling, Hetzjagd und Fiebertraum vorgetragen... Die Band kann man in jedem Fall jedem Folkrock-Interessierten empfehlen. Während des Auftritts konnte ich dann auch kurz mit Veranstalter Michael Bohnes plauschen, der auch sichtlich begeistert von dieser neuen "Errungenschaft" war. Sehr cool war übrigens auch, als sich Sänger Greifgorn persönlich ins Publikum begab um hier einen Pogo-Pit zu eröffnen.

Auf die anschließende Band Heidevolk war ich um so gespannter, hatte ich doch mit den Gelderländer Folk-Metallern schon vor einer Weile im Mailinterview zu tun. Aus meiner Heimat (wenn auch die niederländische Seite) kommend fühle ich eine gewisse Verbundenheit zu dieser Truppe, die zudem fantastische Musik macht... Live hatte ich sie aber bis dato noch nicht gesehen. Enttäuscht wurde ich wahrlich nicht, so monumentale Kracher wie Ostara und Nehalennia sorgten für ordentlich Gröhlstimmung, ein lustiges Bierlied gab der tobenden Meute dann den Rest. So darf und soll ein Metalkonzert laufen.

Rapalje sind und bleiben natürlich eine Bank im Folk-Sektor - Nicht zuletzt durch ihre regelmäßigen Gastspiele auf den MPS. Auch auf dem Burgfolk waren die Niederländer schon mehrfach vertreten, die sich übrigens mit einem liebevollen Augenzwinkern und dem Kommentar "Das waren grad Heidevolk. Wir haben alles verstanden. Es waren Lieder über Bier und über... Bier" mit ihren Landsleuten verbanden und auch sonst mit viel Humor punkten konnten. Schon zu Beginn ihres Sets stimmten sie übrigens "Happy Birthay Burgfolk" an, um dem 10-jährigen Bestehen des Festivals zu huldigen. Auch schaffte es das Quartett, das Publikum ohne Aufforderung zum "Lindwurm" zu bewegen. Sackpfeifer David gab zwischenzeitlich die "lebendige Fackel" und die unverwechselbaren Songs der Band weckten so manches schlafende Tanzbein. Mitsing-Höhepunkte waren aber sicherlich Whiskey In The Jar und das legendäre Was wollen wir trinken, welches Rapalje dann gleich mal Heidevolk widmeten. Dass danach das Konzert noch nicht zuende sein konnte, war klar: Drunken Sailor als Zugabe kann man hier wohl getrost als Pflicht ansehen, ohne hätten die Fans die Band wohl nicht gehen lassen.


Eluveitie

Headliner am Freitag waren schließlich Eluveitie, die bereits vergangenes Jahr mit einem Special-Akustik-Set auf dem Burgfolk zu sehen waren. Dieses Jahr boten die Schweizer dann ihr normales Rockprogramm, das natürlich von den Fans begeistert abgefeiert wurde. So gab es vom aktuellen Album Thousandfold zu hören, das auch als Video veröffentlicht wurde, aber man lud das Publikum auch ein, spontan ein wenig Gallisch zu lernen, um so manchen Chorus mitsingen zu können. Zudem schafften es Eluveitie zwischendurch das Schlagzeug zu "zerstören" und eine Zwangspause einzulegen, bei der Frontmann Gigel sich einen lustigen Wolf quatschte. Alles in allem ein sehr feiner Auftritt, den ich aber nicht ganz zuende verfolgte, da ich ja am nächsten Morgen wieder fit sein musste.

Am Samstag gesellte sich übrigens noch meine Mutter hinzu, die auch den Fahrerpart übernahm, was mir erhöhten Biergenuss ermöglichte. Sehr fein das.
Erste Band an diesem Tag waren Cumulo Nimbus, oft gehört und live gesehen, und immer wieder macht es Spaß. In ihrem Set durfte natürlich Carpe Noctem ebensowenig fehlen wie der Titeltrack des letzten Albums, Totensonntag. Gezecht wurde bei Das Wirtshaus, getanzt unter anderem bei Der wilde Reigen und beim englischen Tanz.

Anschließend spielten Dunkelschön auf, die gerade mit Zauberwort ein faszinierendes neues Album vorstellten, und dieses trotz einiger technischer Problemchen am Anfang auch wunderbar dann auf die Bühne brachten. Daraus wurden unter anderem der Titeltrack und der Spielmann aufgespielt, neue Songs die vom Publikum gleich dankbar angenommen wurden. Mit Dunkelschön hatte ich zudem an diesem Tag noch ein Date, aber dazu später mehr.


Ignis Fatuu

Ignis Fatuu sind ebenfalls musikalisch alte Bekannte, die ich zwar noch nicht ganz so oft live sah, aber immer wieder gerne hörte, und deren Stille Wasser gerade erst eine persönliche Bedeutung für mich gewonnen hatte. Und was machen die? Spielen es auch noch, die Schlingel. Ansonsten konnte man Songs wie Neue Ufer, Hochmut oder Spiel des Lebens genießen.

Weiter ging es mit einer Combo, die mittlerweile zu meinen absoluten Top-Favoriten gehört: Omnia! Diese hatte ich zwar erst eine Woche zuvor auf dem M´era Luna gesehen, freute mich aber dennoch auf diese schnelle, neue Begegnung. Das Set war ähnlich dem der Vorwoche mit leichten Abwandlungen, gespickt mit lustigen und spannenden Anekdoten von Steve Sic. Gespielt wurden zu meiner Freude so geniale Hits wie I Don´t Speak Human vom aktuellen Album Musick and Poëtree, Wytches Brew und Dance Until We Die.

Und nun nochmal wie versprochen zu Dunkelschön. Mit diesen war ein Interview verabredet, und das führten wir natürlich auch durch. Dank Michael Bohnes Erlaubnis durfte ich mich mit der Band Backstage begeben, genau gesagt mit Mastermind Michael, Frontfrau Vanessa und Drummer André. Bei Speis und Trank saßen wir also im Schloss Broich, und führten eines der chaotischsten (und definitiv das längste bis dato) Interviews meiner Karriere, bei dem mir die schelmischen Spielleut dreisterweise ständig mein Diktiergerät klauten... Schlimm sowas. Nein im Ernst, es hat unheimlich Spaß gemacht, und ich finde hoffentlich auch bald die Zeit, euch dieses Gespräch in lesbarer Form abzutippen. ;)


Omnia

Einzig doof daran war, dass ich den Auftritt von The Real McKenzies komplett verpasst habe, auf die ich ja durchaus neugierig war. Bei einem Interview in Normallänge hätte ich einen Teil des Gigs wohl gesehen... Naja Pech.

Was dann geschah, hat mein Leben einschneidend verändert! Ich entdeckte am Gothic Family-Stand ein Seifenblasen-Laserschwert, welches ich dem Stefan dann auch gleich abkaufen musste. Fortan wurden fröhliche Jedi-Seifenblasen in die Welt gepustet und ich konnte die Macht dazu verwenden, Andy Arbeit am Fiddler´s-Merchstand zu unterstützen, indem ich unbedarfte Passanten mit Jeditricks zum Kauf verleitete. Ein Duell mit großmeister Stefan gab es auch, ansonsten viele äußerst amüsierte Blicke seitens der anderen Festivalbesucher.

Schwer bewaffnet verfolgte ich dann auch den Fiddler´s Green Auftritt, der gewohnt genial vonstatten ging und zahlreiche große Hits wie Highland Road, Apologies, Folks Not Dead und Irish Air umfasste. Allerdings stand dabei eine Mutter mit ihrem Sohn auf der Schulter neben mir, der zunächst nur fröhlich Seifenblasen aus meinem Lichtschwert zauberte, um dann selbiges ganz für sich zu konfiszieren. So einem süßen Fratz kann ich ja nix ausschlagen, also sah ich das als Geschenk für den kleinen Padawan und besorgte mir umgehend bei Stefan eine neue Jediwaffe.


Fiddler´s Green

Mit dieser, und einigen lustigen Gesellen, beschäftigte ich mich dann auch den Rest des Abends, bei dem eh nur noch Haggard anstanden. Diese brauchten mal wieder gefühlte 42 Stunden für ihren Soundcheck, was mir aber am allerwertesten vorbei ging... Klar, Haggard machen tolle Musik, aber dieses Gehabe um den perfekten Sound bei Konzerten nervt doch etwas. Als Hintergrundmusik für zahlreiche Seifenblasen-Duelle taugte es aber allemal.

Irgendwann war dann auch genug der Dinge, und wir zogen von Dannen... Ein wirklich tolles Burgfolk in der persönlichen Konzerthistorie, das fast ausnahmslos tolle Musik und viele lustige Erlebnisse bot. Und das - auch wenn es schon schade ist, das erwähnen zu müssen - das einzige komplett regenfreie Festival für mich diesen Sommer war. Schön war es in jedem Fall.

Fotos by SemiD:
Freitag
Samstag

Website:
muelheim-ruhr.de/cms/burgfolk1.html

23.09.2011 by Otti

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